
Norwegen und Polen sind langjährige Partner in der Zusammenarbeit für Energiesicherheit und die Entwicklung des Energiesektors mit dem Ziel, das Potenzial erneuerbarer Energien zu steigern.
Seit 2018 ist Equinor, eines der führenden norwegischen Offshore-Windunternehmen, stark auf dem polnischen Offshore-Windmarkt vertreten und hält 50 % der Anteile an den Offshore-Windparkprojekten Bałtyk 1, Bałtyk 2 und Bałtyk 3 mit einer Gesamtkapazität von 3 GW.
Parallel dazu baut der polnische Marktführer im Energiesektor, die ORLEN-Gruppe, ihre Öl- und Gasanlagen aus und erhöht die Fördermengen auf dem norwegischen Festlandsockel, unter anderem durch ORLEN Upstream Norway.
Beide Länder verfolgen ehrgeizige Ziele, insbesondere im Bereich der Offshore-Windparks. Polen plant, bis 2040 rund 18 GW zu erreichen, während Norwegens Offshore-Windstrategie für denselben Zeitraum bis zu 30 GW vorsieht.
Im Mai 2025 unterzeichneten die Energie- und Klimaminister Polens und Norwegens ein Abkommen zur Stärkung der Zusammenarbeit in den genannten Bereichen. Dies wird unter anderem durch den Austausch von Dienstleistungen und Produkten in den Lieferketten, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen der Energie- und Kraftstoffbranche beider Unterzeichnerstaaten sowie eine optimierte Nutzung der Finanzmittel aus den Norwegen-Zuschüssen und dem EWR erreicht.
Ungeachtet dessen sind bereits zahlreiche Bereiche der industriellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern angelaufen, darunter Schiffbau, Offshore-Öl und -Gas, Offshore-Windenergie und vieles mehr.
Im Rahmen des Polnisch-Norwegischen Forums für Industriekooperation werden wir mit einer breiten Palette von Vertretern aus Wirtschaft und Politik das tatsächliche Ausmaß dieser Zusammenarbeit und ihre Entwicklungsperspektiven für die kommenden Jahre erörtern.


